Habe Claude Design letzte Woche ausprobiert. Es gefällt mir wirklich gut.
Würde ich ihm meine wirkungsvollste, komplexeste Arbeit überlassen? Nein. Aber nicht jede Arbeit ist so.
Es gibt eine Menge Arbeit, die für mich in dieser Phase meiner Karriere nicht sehr herausfordernd ist, aber trotzdem erledigt werden muss. Dafür ist Claude Design FANTASTISCH.
Zum Beispiel: Letzte Woche kam etwas vom Team. Ich sollte bei einem Feature namens „Letter Requests“ helfen. Stell dir vor, du arbeitest in einer Firma und brauchst eine Bescheinigung von der Personalabteilung, die dein Gehalt bestätigt. Es ist im Grunde ein sehr einfacher Formular-Einreichungsprozess. Nichts Revolutionäres oder gar Schwieriges.
Ich habe das Designsystem importiert, das ich zuvor erstellt hatte, und dann Claude Design auf die Aufgabe losgelassen.

Es hat auch den Dark Mode erledigt:

Es hat ein paar Felder halluziniert, die nicht existieren, wie „Reference Number“. Aber noch wichtiger: es hat alle Flows gebaut, während ich mich um wirkungsvollere Arbeit kümmern konnte.
Dann habe ich es aus Claude Design exportiert, in Claude Code importiert und von Claude Code zurück nach Figma. Dabei habe ich sichergestellt, dass es die richtigen Komponenten des Designsystems verwendet.
Dann habe ich einige manuelle Verbesserungen an den Designs in Figma vorgenommen:

Sobald ich einige Referenzdesigns so weit hatte, wie ich sie wollte, wies ich Codex an, diese Referenzdesigns auf alle Artboards anzuwenden.
Wenn ich das selbst von Hand hätte machen müssen, wäre ich gelangweilt und ein wenig genervt gewesen. Jetzt habe ich dank Claude Design einen Design-Praktikanten, an den ich Aufgaben abgeben kann. Für Senior-Designer, die gut kommunizieren und anleiten können, ist ein Tool wie Claude Design oder Codex ein Produktivitätswunder.
Trotzdem mache ich mir große Sorgen um Leute, die gerade erst in ihre Designkarriere starten. Claude Design leistet bessere Arbeit als viele Leute mit 1-2 Jahren Erfahrung.
Ich habe das Gegenargument gehört, dass „Junior-Designer sich anpassen und besser im Umgang mit den KI-Tools werden“. Das klingt positiv und gibt den Leuten ein gutes Gefühl. Aber ich habe früher als Design-Dozent gearbeitet und neue Designer ausgebildet, die bei null anfingen und oft aus anderen Berufen kamen. Leute, die völlig neu im Design sind, wissen nicht, wie „gut“ aussieht oder wie man es artikuliert. Ich frage mich, wie dies die Art und Weise verändern wird, wie Menschen in Zukunft in der Branche Fuß fassen.

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